UGREEN NASync GT-Serie: DXP2800 GT und DXP4800 GT – alle Infos & Specs
Die neue UGREEN NASync GT-Serie setzt auf den AMD Ryzen Embedded R2514 und bringt erstmals natives 10GbE, Hardware-Krypto und vollwertige KVM-Virtualisierung in kompakte Desktop-NAS-Gehäuse. Ich zeige dir alle Unterschiede zwischen DXP2800 GT und DXP4800 GT und wer welches Modell kaufen sollte.
Mit der GT-Serie vollzieht UGREEN einen klaren Plattformwechsel: Weg vom sparsamen Intel N100, hin zum AMD Ryzen Embedded R2514 – einem vollwertigen 4-Kern-Prozessor (Zen+, 8 Threads, bis 3,7 GHz) mit nativer AMD-V-Virtualisierung, Hardware-Krypto über den AMD PSP und konfigurierter TDP zwischen 12 und 25 Watt. Dazu kommt erstmals 10GbE NBASE-T als Standard – beim DXP4800 GT sogar doppelt mit LACP-Support. Das Betriebssystem ist UGOS Pro auf Basis von Debian 12 mit Linux Kernel 6.18, mit nativem Docker- und KVM-Support.
AMD Ryzen Embedded R2514 – was steckt dahinter?
Der AMD Ryzen Embedded R2514 gehört zur Zen+-Generation (Family 17h, Banded Kestrel) und ist speziell für eingebettete Systeme ausgelegt. Er bietet 4 Kerne mit 8 Threads, taktet von 2,1 bis 3,7 GHz und bringt einen vollständigen AMD Radeon Vega iGPU-Block mit Hardware-Videodekodierung (H.264, H.265/HEVC über VCN). Der Mainline-Treiber amdgpu ist im Kernel enthalten – kein proprietäres Blob nötig.
Für NAS-Workloads besonders relevant: AES-NI, AVX2, SHA-NI und der AMD PSP für Hardware-verschlüsselte Volumes. SEV-ES erlaubt darüber hinaus verschlüsselte VMs – ein Feature, das auf NAS-Hardware bisher kaum zu finden war. Die konfigurierbare TDP (12–25 W) erlaubt es, das Gerät per BIOS zwischen Effizienz- und Performance-Modus zu betreiben.
UGREEN DXP2800 GT – 2-Bay-NAS mit 10GbE
Das UGREEN NASync DXP2800 GT ist die kompakte Variante der GT-Serie. Zwei SATA-Bays (3,5"/2,5"), zwei M.2-2280-Slots (PCIe Gen3 x2) und ein 10GBASE-T RJ45-Port (Aquantia AQC113, NBASE-T) machen es zur richtigen Wahl für Heimanwender, die auf modernes 10G-Netzwerk umsteigen wollen. Besonderheit gegenüber dem DXP4800 GT: zwei SO-DIMM-Slots erlauben Dual-Channel-Betrieb und RAM-Ausbau auf bis zu 32 GB DDR4.
- 2x SATA-Bay (3,5"/2,5"), SATA-Controller: AMD FCH AHCI
- 1x 10GbE RJ45 (NBASE-T, MultiGig: 100M/1G/2,5G/5G/10G)
- 2x M.2 2280 (PCIe Gen3 x2, ca. 1,6 GB/s pro Slot)
- 2x SO-DIMM, max. 32 GB DDR4-3200 (Dual-Channel möglich)
- RAID 0, 1, JBOD
UGREEN DXP4800 GT – 4-Bay-NAS mit doppeltem 10GbE und LACP
Das UGREEN NASync DXP4800 GT richtet sich an anspruchsvollere Setups. Mit vier SATA-Bays (via ASMedia ASM1164, PCIe Gen3 x2), zwei nativen 10GBASE-T-Ports und RAID 5/6/10-Support ist es das leistungsfähigere Modell der Serie. Die zwei 10G-Ports erlauben Link Aggregation (LACP) für bis zu ~18 Gbit/s Gesamtdurchsatz oder eine saubere Trennung von Management- und Storage-Traffic. Der RAM-Ausbau ist laut UGREEN auf 64 GB DDR4 (1x SO-DIMM) möglich.
- 4x SATA-Bay (3,5"/2,5"), SATA-Controller: ASMedia ASM1164 (PCIe Gen3 x2)
- 2x 10GbE RJ45 (NBASE-T, LACP/Link Aggregation)
- 2x M.2 2280 (PCIe Gen3 x2)
- 1x SO-DIMM, max. 64 GB DDR4-3200 (Single-Channel)
- RAID 0, 1, 5, 6, 10, JBOD
Spec-Vergleich: DXP2800 GT vs. DXP4800 GT
| Eigenschaft | DXP2800 GT | DXP4800 GT |
|---|---|---|
| CPU | AMD Ryzen Embedded R2514 (4C/8T, Zen+, bis 3,7 GHz) | |
| Betriebssystem | UGOS Pro (Debian 12 / Linux Kernel 6.18) | |
| M.2 NVMe | 2x M.2 2280 (PCIe Gen3 x2) | |
| Systemspeicher | 64 GB eMMC | |
| SATA-Bays | 2 | 4 |
| SATA-Controller | AMD FCH AHCI | ASMedia ASM1164 |
| 10GbE Ports | 1x (Aquantia AQC113) | 2x (Aquantia AQC113, LACP) |
| RAM-Slots | 2x SO-DIMM | 1x SO-DIMM |
| RAM-Max | 32 GB DDR4 (Dual-Ch.) | 64 GB DDR4 |
| RAID | 0, 1, JBOD | 0, 1, 5, 6, 10, JBOD |
| Lüfter | 1x Systemlüfter | 1x 140mm Lüfter |
| Zielgruppe | Heimanwender, 10G-Einsteiger | Homelab, SMB, Multi-User |
10GbE und LACP – warum das ein Gamechanger ist
NBASE-T (10GBASE-T) läuft über normales Cat6/Cat6a-Kabel und ist damit ohne Glasfaser oder SFP-Transceiver nutzbar. Die Aquantia AQC113-Controller in beiden GT-Modellen unterstützen MultiGig: 100 Mbit/s, 1, 2,5, 5 und 10 Gbit/s. Das erlaubt nahtlose Netzwerkintegration, auch wenn der Switch noch kein volles 10G kann. Beim DXP4800 GT kommen beide Ports gleichzeitig zum Einsatz – entweder als LACP-Bond für maximalen Datendurchsatz oder als getrennte Interfaces für Storage- und Management-Traffic.
Welches Modell passt zu wem?
| Szenario | Empfehlung |
|---|---|
| Heimnetzwerk, Medienserver, Backups mit 10G | DXP2800 GT |
| Viele Docker-Container, mehr RAM gewünscht (Dual-Ch.) | DXP2800 GT |
| Homelab mit Proxmox, mehrere VMs, mehr Storage | DXP4800 GT |
| Multi-User-NAS, SMB, RAID 5/6 für Redundanz | DXP4800 GT |
| 10G-Link-Aggregation, iSCSI-Multi-Path | DXP4800 GT |
Häufige Fragen zur UGREEN NASync GT-Serie
Fazit
Die UGREEN NASync GT-Serie ist ein deutlicher Schritt nach vorn. AMD Ryzen Embedded, 10GbE als Standard und natives Debian als Basis machen beide Modelle zu ernsthaften Homelab- und SMB-NAS-Geräten. Das DXP2800 GT überzeugt mit Dual-Channel-RAM und kompakter Bauform, das DXP4800 GT mit doppeltem 10GbE, LACP und mehr Kapazität. Wer noch kein GT-Modell besitzt, sollte direkt zur GT-Variante greifen – der Aufpreis gegenüber den Vorgängern ist angesichts der Sprünge bei Netzwerk und CPU gut investiert.
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