Die Top 10 NVMe-SSDs – unsere Rangfolge, nach Datenblatt statt nach Verkaufszahlen

Zehn NVMe-SSDs, die gerade den Markt bestimmen – von uns neu sortiert. Nicht nach dem, was sich am besten verkauft, sondern nach dem, was in den Datenblättern steht: Preis pro Terabyte, Ausdauer, TLC oder QLC, DRAM oder HMB. Dabei kommt Unbequemes heraus. Zwei Laufwerke dieser Liste sind technisch identisch – eines kostet 22 Euro mehr, für ein Logo auf der Verpackung. Eine SSD hält nur ein Viertel so lange durch wie alle anderen. Und die beiden Modelle, die mit 139 Euro am günstigsten aussehen, sind pro Terabyte die teuersten der ganzen Liste. Unser Sieger ist keines der Laufwerke, die man erwartet.

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Die Top 10 NVMe-SSDs – unsere Rangfolge, nach Datenblatt statt nach Verkaufszahlen

Das sind die zehn NVMe-SSDs, die gerade in den meisten Warenkörben landen. Aber nicht in der Reihenfolge, in der sie verkauft werden – sondern in der, die herauskommt, wenn man die Datenblätter nebeneinanderlegt und nachrechnet.

Das Ergebnis ist unbequem. Zwei Laufwerke dieser Liste sind technisch identisch, eines kostet 22 Euro mehr – für ein Logo auf der Verpackung. Eine SSD hält nur ein Viertel so lange durch wie alle anderen, ohne dass man ihr das ansieht. Und die beiden Modelle, die mit 139 Euro am günstigsten aussehen, sind pro Terabyte die teuersten der ganzen Liste. Unser Sieger ist keines der Laufwerke, die man erwartet.

Wie wir sortiert haben

Eine Verkaufsliste sagt, was gekauft wird. Sie sagt nichts darüber, ob das Ding gut ist – sie wird getrieben von Sichtbarkeit, Rabattaktionen, Markenbekanntheit und von Aufdrucken wie „Offiziell lizenziert für PS5“. Deshalb haben wir neu sortiert. Vier Kriterien, in dieser Gewichtung:

  • Preis pro Terabyte. Die wichtigste Zahl – und die einzige, die auf keinem Datenblatt und in keiner Produktbeschreibung steht. Sie dreht die Rangfolge komplett um.
  • Ausdauer und Speichertyp. Wie viele Terabyte darf man schreiben, bevor die Garantie endet (TBW)? Und: TLC oder QLC? Der Unterschied ist größer, als die Preise vermuten lassen.
  • Tempo – aber nur, soweit es ankommt. Zwischen 7.000 und 7.450 MB/s liegt im Alltag nichts. Zwischen 3.200 und 7.400 liegt eine Welt.
  • DRAM-Cache und Garantie. DRAM zählt nicht überall, aber dort, wo es zählt, zählt es richtig. Und fünf Jahre sind fünf Jahre.

Was nicht eingeflossen ist: der Markenname, die Bewertungssterne und die Verkaufszahl.

Die Top 10 auf einen Blick

Unsere Rangfolge. Die letzte Spalte ist die, um die es geht – und die, die auf keiner Produktseite steht: der Preis pro Terabyte.

#SSDPCIeLesenSchreiben SpeicherDRAMAusdauerPreis €/TB
1WD_BLACK SN7100 2 TB 4.07.2506.900 TLCnein1.200 TB 246,99 €123 €
2Acer Predator GM7 2 TB 4.07.4006.700 TLCnein1.300 TB 249,99 €125 €
3Samsung 990 PRO 2 TB 4.07.4506.900 TLCja1.200 TB 324,99 €162 €
4WD_BLACK SN850X 2 TB 4.07.3006.600 TLCja1.200 TB 297,90 €149 €
5Lexar EQ790 2 TB 4.07.0005.000 TLCnein1.200 TB 229,99 €115 €
6Samsung 9100 PRO 2 TB 5.014.70013.400 TLCja1.200 TB 359,90 €180 €
7Crucial P310 2 TB 4.07.1006.000 QLCnein 440 TB 249,00 €124 €
8SanDisk Extreme 1 TB 4.05.150 TLCnein 142,67 €143 €
9WD_BLACK SN850P 2 TB 4.07.3006.600 TLCja1.200 TB 319,99 €160 €
10SanDisk SSD PLUS 1 TB 3.03.2003.200 TLCnein 139,00 €139 €

Lesen/Schreiben in MB/s, sequenziell, Herstellerangabe für die jeweilige Kapazität. Ausdauer = Total Bytes Written (TBW). Preise vom Tag der Abfrage, sie ändern sich täglich.

Drei Dinge, die man diesen SSDs nicht ansieht

1. Platz 4 und Platz 9 sind dieselbe SSD

Die WD_BLACK SN850X und die WD_BLACK SN850P sind kein ähnliches Laufwerk. Sie sind dasselbe Laufwerk.

SN850X (unser Platz 4)SN850P (unser Platz 9)
ControllerSanDisk/WD G2SanDisk/WD G2
NAND3D TLC (Kioxia BiCS5)3D TLC (Kioxia BiCS5)
Lesen / Schreiben7.300 / 6.600 MB/s7.300 / 6.600 MB/s
Ausdauer1.200 TB1.200 TB
Garantie5 Jahre5 Jahre
Kühlkörperoptional erhältlichvormontiert (PS5-Passform)
Preis297,90 €319,99 €

Der einzige echte Unterschied ist der vormontierte Kühlkörper, der exakt in den M.2-Schacht der PlayStation 5 passt – plus das Sony-Logo auf der Verpackung. Tom’s Hardware fasste das schon in der Überschrift zusammen: „WD’s PS5-Branded SN850P is Just an Overpriced SN850X“.

Was das für dich heißt: Für den PC ist die SN850P rausgeworfenes Geld – nimm die SN850X. Genau deshalb steht die eine auf Platz 4 und die andere auf Platz 9. Für die PS5 kann sich der Aufpreis lohnen: Du sparst dir die Kühlkörper-Frage und bekommst eine von Sony freigegebene Lösung. Ob dir das 22 Euro wert ist, ist deine Entscheidung – aber du solltest wissen, dass du sie triffst.

2. Eine SSD hier hält nur ein Viertel so lange durch

Die Crucial P310 ist die einzige SSD in dieser Liste, die auf QLC-Speicher setzt – vier Bit pro Zelle statt drei. Das macht sie günstiger. Es macht sie aber auch deutlich weniger haltbar:

  • Crucial P310: 440 TB Ausdauer (TBW)
  • Alle anderen in der Liste: 1.200 bis 1.300 TB

Das ist gut ein Drittel. Und man sieht es dem Laufwerk nirgends an: Der Preis pro Terabyte ist mit 124 € hervorragend, die 7.100 MB/s lesen sich stark. Genau deshalb steht die P310 bei uns trotzdem nur auf Platz 7 – sie wäre nach reinem Preis-Leistungs-Rechnen unter den ersten drei gelandet.

Ist das schlimm? Für einen normalen Desktop-Rechner: nein. 440 TB sind immer noch eine Menge – wer 50 GB pro Tag schreibt, braucht über 24 Jahre, um das Limit zu erreichen. Für einen Dauerschreiber sieht es anders aus: Videoschnitt, ein NAS-Cache, eine Datenbank, ein Proxmox-Host mit vielen VMs. Dort ist QLC die falsche Wahl – und dort merkst du auch den zweiten Nachteil: Wenn der SLC-Cache voll ist, bricht die Schreibrate von QLC-Laufwerken drastisch ein.

3. SanDisk Extreme oder SSD PLUS? Halber Durchsatz, gleicher Preis

Zwei SSDs in dieser Liste heißen fast gleich, sehen fast gleich aus und kosten fast gleich viel. Sie sind nicht gleich:

SanDisk Extreme (Platz 8)SanDisk SSD PLUS (Platz 10)
SchnittstellePCIe 4.0PCIe 3.0
Lesen5.150 MB/s3.200 MB/s
Garantie5 Jahre3 Jahre
Preis (1 TB)142,67 €139,00 €

Für 3,67 Euro Unterschied bekommst du bei der Extreme rund 60 Prozent mehr Lesegeschwindigkeit und zwei Jahre mehr Garantie. Wer hier zur SSD PLUS greift, weil sie ein paar Euro billiger ist, zahlt mit halbem Tempo drauf. Deshalb steht die SSD PLUS bei uns auf dem letzten Platz.

Achtung bei der PCIe-Generation: Die SSD PLUS ist eine Gen-3-SSD. Ihre 3.200 MB/s sind ungefähr das Maximum, das diese Schnittstelle hergibt – sie wird auch in einem brandneuen Mainboard nicht schneller. Das ist kein Fehler des Laufwerks, sondern eine Eigenschaft der Schnittstelle. Man muss es nur wissen.

Warum der Preis pro Terabyte alles umdreht

Die Zahl, an der man sich im Laden orientiert, ist der Preis auf dem Schild. Die Zahl, die zählt, ist der Preis pro Terabyte. Rechne ihn aus, und die Liste sieht anders aus:

Preis pro TBSSDUnser PlatzLesen
115 €Lexar EQ790 2 TB57.000 MB/s
123 €WD_BLACK SN7100 2 TB17.250 MB/s
124 €Crucial P310 2 TB (QLC!)77.100 MB/s
125 €Acer Predator GM7 2 TB27.400 MB/s
139 €SanDisk SSD PLUS 1 TB103.200 MB/s
143 €SanDisk Extreme 1 TB85.150 MB/s
149 €WD_BLACK SN850X 2 TB47.300 MB/s
160 €WD_BLACK SN850P 2 TB97.300 MB/s
162 €Samsung 990 PRO 2 TB37.450 MB/s
180 €Samsung 9100 PRO 2 TB614.700 MB/s

Die beiden 1-TB-SanDisks sind pro Terabyte die schlechtesten Deals der Liste. Sie wirken günstig, weil 139 Euro nach wenig klingen. Bezogen auf den Speicherplatz sind sie teurer als unsere Nummer 1, die doppelt so viel Platz und mehr als doppelt so viel Tempo liefert.

Und die Günstigste ist nicht automatisch unsere Erste. Die Lexar EQ790 gewinnt das Preis-pro-Terabyte-Rennen mit 115 €, steht bei uns aber auf Platz 5 – weil sie mit 5.000 MB/s die schwächste Schreibrate aller Gen-4-Laufwerke hier hat. Der Preis ist ein Kriterium, nicht das einzige.

DRAM oder HMB – wann es wirklich zählt

Vier der zehn SSDs haben einen eigenen DRAM-Cache (990 PRO, 9100 PRO, SN850X, SN850P). Die anderen sechs sind DRAM-los und leihen sich stattdessen einen kleinen Teil deines Arbeitsspeichers – das nennt sich HMB (Host Memory Buffer). Dass unsere Nummer 1 und unsere Nummer 2 beide DRAM-los sind, ist kein Versehen.

Der DRAM-Cache hält die Adresstabelle der SSD vor. Ohne ihn muss der Controller diese Tabelle in Bruchstücken aus dem NAND nachladen. Das kostet Leistung – aber nicht überall gleich viel:

  • Beim Zocken, Booten, Kopieren großer Dateien: praktisch kein Unterschied. Moderne HMB-Controller wie der Maxio MAP1602 oder WDs Polaris 3 sind hier auf Augenhöhe. Genau deshalb liegt die DRAM-lose SN7100 in den Datenblattwerten fast gleichauf mit der 990 PRO – und kostet 39 € pro Terabyte weniger.
  • Bei vielen kleinen, zufälligen Zugriffen unter Dauerlast: Datenbanken, ein NAS-Cache, ein Server mit vielen gleichzeitigen VMs. Hier zieht DRAM davon.
  • Ohne Betriebssystem-Unterstützung: HMB braucht einen Treiber, der ihn bereitstellt. In einer PS5 oder in exotischen Systemen ist das nicht immer gegeben.

Kurz: Für einen Gaming- oder Arbeits-PC ist DRAM-los heute völlig in Ordnung und spart bares Geld – deshalb führen zwei DRAM-lose Laufwerke unsere Liste an. Für einen Server, ein NAS oder einen Proxmox-Host würden wir weiter zu DRAM greifen, und dann steht die 990 PRO auf Platz 3 ganz vorn.

Die zehn Modelle im Einzelnen

Platz 1 – WD_BLACK SN7100 2 TB (246,99 €)

Unser Sieger. 7.250/6.900 MB/s – damit liest sie nur 3 Prozent langsamer als die Samsung 990 PRO und schreibt exakt gleich schnell. Gleiche Ausdauer (1.200 TB), gleiche Garantie (5 Jahre). Kostet aber 39 € pro Terabyte weniger. DRAM-los (WD Polaris 3, BiCS8-TLC), was im Desktop-Alltag nicht auffällt. Das beste Gesamtpaket dieser Liste – und die SSD, die wir selbst kaufen würden.

Platz 2 – Acer Predator GM7 2 TB (249,99 €)

Knüppelscharf hinter der SN7100 und in zwei Punkten sogar besser: Mit 7.400 MB/s hat sie den höchsten Lesewert unter allen Gen-4-SSDs hier, und mit 1.300 TB die höchste Ausdauer der ganzen Liste. Maxio MAP1602 mit YMTC-Xtacking-3.0-TLC, DRAM-los, 125 €/TB. Tom’s Hardware nennt sie in ihrem Test den „New Efficiency King“ und misst maximal 5,67 W. Nur der Markenname hält sie von Platz 1 ab – und der ist kein technisches Argument.

Platz 3 – Samsung 990 PRO 2 TB (324,99 €)

Die schnellste Gen-4-SSD im Feld (7.450/6.900 MB/s), Samsungs Pascal-Controller, eigener 2-GB-DRAM-Cache, V-NAND-TLC, 1.200 TB Ausdauer. Ein rundes Laufwerk ohne jede Schwachstelle – und mit 162 €/TB eines der teuersten. Genau das kostet sie die ersten beiden Plätze. Für NAS, Server und Proxmox unsere Nummer 1: Wenn DRAM zählt, führt hier kein Weg vorbei.

Platz 4 – WD_BLACK SN850X 2 TB (297,90 €)

7.300/6.600 MB/s, eigener DRAM-Cache, Kioxia-BiCS5-TLC, 1.200 TB, 5 Jahre Garantie. Ein hervorragendes Laufwerk – und identisch mit dem, das auf unserem Platz 9 steht und 22 Euro mehr kostet. Wenn du eine DRAM-SSD von WD willst: Das hier ist sie. Nicht die mit dem PS5-Logo.

Platz 5 – Lexar EQ790 2 TB (229,99 €)

Mit 115 €/TB die günstigste SSD der Liste – und trotzdem nur Platz 5. Der Grund: Maxio-MAP1602-Controller, DRAM-los, 7.000 MB/s Lesen, aber nur 5.000 MB/s Schreiben, der niedrigste Wert unter allen Gen-4-Laufwerken hier. Ausdauer 1.200 TB, 5 Jahre Garantie. Wenn der Preis zählt und du nicht dauernd große Datenmengen schreibst: der beste Deal auf dieser Seite.

Platz 6 – Samsung 9100 PRO 2 TB (359,90 €)

Die einzige PCIe-5.0-SSD der Liste – und mit 14.700/13.400 MB/s doppelt so schnell wie alles andere hier. Presto-Controller, 2 GB DRAM, V8-TLC. Auch die teuerste (180 €/TB) und mit 1,56 W die durstigste im Leerlauf – in einem 24/7-Rechner ist das relevant. Sie steht nur deshalb im Mittelfeld, weil ihr Vorteil bei den allermeisten Lesern nie ankommt. Sinnvoll, wenn dein Mainboard Gen 5 kann und du die Bandbreite wirklich brauchst. Für Spiele bringt sie kaum etwas.

Platz 7 – Crucial P310 2 TB (249,00 €)

Schnell auf dem Papier (7.100/6.000 MB/s) und mit 124 €/TB attraktiv bepreist – nach reinem Preis-Leistungs-Rechnen wäre sie unter unseren ersten drei gelandet. Sie ist es nicht, und zwar aus genau einem Grund: Die P310 ist die einzige QLC-SSD hier, mit einer Ausdauer von nur 440 TB statt 1.200. Phison-PS5027-E27T-Controller, DRAM-los. Als günstiger Spiele- und Datenspeicher gut. Als Systemlaufwerk mit Dauerlast oder als NAS-Cache würden wir sie nicht nehmen.

Platz 8 – SanDisk Extreme 1 TB (142,67 €)

Gen-4-Einsteiger-SSD mit 5.150 MB/s Lesen, DRAM-los mit SanDisks nCache 4.0, 5 Jahre Garantie. Technisch völlig in Ordnung – aber mit 143 €/TB der schlechteste Preis pro Speicherplatz in dieser Liste. Nimm sie, wenn 1 TB wirklich reicht. Sonst ist die SN7100 mit 2 TB das deutlich bessere Geschäft.

Platz 9 – WD_BLACK SN850P 2 TB (319,99 €)

Die PS5-lizenzierte SN850X. Gleicher SanDisk/WD-G2-Controller, gleiches Kioxia-BiCS5-TLC, 7.300/6.600 MB/s, 1.200 TB Ausdauer, 5 Jahre Garantie – und 22 Euro Aufpreis gegenüber dem identischen Laufwerk auf Platz 4. Der Kühlkörper ist vormontiert und passt exakt in den M.2-Schacht der PlayStation 5. Für die PS5 eine bequeme, freigegebene Lösung – und nur dafür. Am PC ist sie schlicht die teurere SN850X.

Platz 10 – SanDisk SSD PLUS 1 TB (139,00 €)

Die langsamste SSD der Liste – und die einzige mit PCIe 3.0. 3.200 MB/s sind das Maximum dieser Schnittstelle, daran ändert auch ein neues Mainboard nichts. Nur 3 Jahre Garantie, und mit 139 €/TB trotzdem kein guter Preis. Für 3,67 € mehr bekommst du die Extreme mit 60 % mehr Tempo und zwei Jahren mehr Garantie. Diese SSD ergibt eigentlich nur Sinn, wenn ein altes Notebook ohnehin nur Gen 3 kann – und selbst dann wäre die Extreme nicht langsamer.

Was wir nicht herausfinden konnten – und warum das wichtig ist

Beim Recherchieren dieser Liste ist uns etwas aufgefallen, das wir so deutlich nicht erwartet hätten: Bei den günstigen Modellen veröffentlicht schlicht niemand belastbare Daten.

  • Lexar nennt für die EQ790 keine IOPS-Werte und keinen Stromverbrauch.
  • SanDisk nennt für Extreme und SSD PLUS weder IOPS noch die Ausdauer (TBW) noch den verbauten Controller.
  • Acer gibt für die Predator GM7 „bis zu 100.000 IOPS“ an – ein Wert, der für den verbauten Maxio-MAP1602-Controller offensichtlich falsch ist. Der schafft rund eine Million.

Wir hätten diese Lücken mit plausibel klingenden Zahlen füllen können. Haben wir nicht. Wo wir nichts belegen können, steht auf unseren Produktseiten „nicht erhoben“ – und genau diese Lücken sind der Grund, warum wir hier selbst zum Messgerät greifen.

Fazit: Welche SSD für wen?

Wenn du……dannwarum
einfach eine gute SSD willst, ohne lange zu überlegen WD_BLACK SN7100 2 TB Unser Platz 1. 97 % der Leistung einer 990 PRO für 39 €/TB weniger. Gleiche Ausdauer, gleiche Garantie.
das absolut Beste an PCIe 4.0 willst und den Aufpreis akzeptierst Samsung 990 PRO 2 TB Schnellste Gen-4-SSD der Liste, eigener 2-GB-DRAM, keine Schwachstelle.
vor allem günstig viel Platz brauchst Lexar EQ790 2 TB 115 €/TB – der beste Preis pro Terabyte hier. Nur die Schreibrate ist schwach.
ein NAS, einen Server oder Proxmox betreibst Samsung 990 PRO 2 TB Unter Dauerlast mit vielen kleinen Zugriffen zieht DRAM davon. Details im NVMe-Ratgeber für NAS.
eine PS5 aufrüsten willst WD_BLACK SN850P 2 TB Kühlkörper vormontiert und von Sony freigegeben. Am PC dagegen: SN850X nehmen und 22 € sparen.
ein PCIe-5.0-Mainboard hast und die Bandbreite wirklich brauchst Samsung 9100 PRO 2 TB Doppelt so schnell wie alles andere hier. Für Spiele bringt das aber kaum etwas.

Und wenn du nur eine Zahl von dieser Seite mitnimmst, dann den Preis pro Terabyte. Er steht auf keiner Verpackung, auf keinem Datenblatt und in keiner Produktbeschreibung – und er ist die einzige Zahl, die dir sagt, was du wirklich bezahlst.

Häufige Fragen

Nach Preis pro Terabyte, Ausdauer (TBW), Speichertyp (TLC schlägt QLC), Tempo und Garantie – in dieser Gewichtung. Nicht nach Verkaufszahlen, nicht nach Markennamen und nicht nach Bewertungssternen. Deshalb steht bei uns eine DRAM-lose SSD für 246 Euro vor einer Samsung 990 PRO für 325 Euro: Sie liefert 97 % der Leistung für deutlich weniger Geld.

TLC speichert drei Bit pro Speicherzelle, QLC vier. QLC ist dadurch günstiger pro Gigabyte, hält aber deutlich weniger Schreibzyklen aus und bricht bei längeren Schreibvorgängen stärker ein. In dieser Liste ist nur die Crucial P310 eine QLC-SSD – mit 440 TB Ausdauer gegenüber 1.200 TB bei allen anderen. Genau das kostet sie bei uns die vorderen Plätze.

Für einen normalen Gaming- oder Arbeits-PC nicht – deshalb führen zwei DRAM-lose Laufwerke unsere Liste an. Moderne DRAM-lose Controller nutzen HMB, leihen sich also einen kleinen Teil deines Arbeitsspeichers, und sind im Alltag kaum langsamer. Die DRAM-lose SN7100 liegt in den Datenblattwerten fast gleichauf mit der 990 PRO. Anders sieht es bei Dauerlast mit vielen kleinen Zugriffen aus: In einem NAS, einer Datenbank oder einem Proxmox-Host mit vielen VMs ist DRAM klar im Vorteil.

Nur wenn du die Bandbreite wirklich brauchst – etwa beim Umgang mit sehr großen Dateien, in der Videobearbeitung oder bei KI-Workloads. Für Spiele bringt Gen 5 kaum messbare Vorteile: Die Ladezeiten hängen dort längst nicht mehr an der SSD-Bandbreite. Dazu kommt: Gen-5-SSDs brauchen mehr Strom (die 9100 PRO zieht im Leerlauf 1,56 W gegenüber 0,88 W bei der 990 PRO) und werden wärmer. Genau deshalb steht die schnellste SSD dieser Liste bei uns nur auf Platz 6.

Die Extreme. Sie ist eine PCIe-4.0-SSD mit 5.150 MB/s und fünf Jahren Garantie; die SSD PLUS ist eine PCIe-3.0-SSD mit 3.200 MB/s und nur drei Jahren Garantie. Der Preisunterschied beträgt gerade einmal 3,67 Euro. Die Ähnlichkeit der Namen führt regelmäßig zu Fehlkäufen.

Weil wir keine Zahlen erfinden. Lexar, SanDisk und Acer veröffentlichen für ihre günstigen Modelle keine IOPS-Werte, keine Ausdauer-Angabe und keinen Stromverbrauch. Wo wir nichts belegen können, lassen wir das Feld leer – und messen bei Gelegenheit selbst nach. Ein ehrliches „wissen wir nicht“ ist uns lieber als eine plausibel klingende Erfindung.

Die Auswahl der zehn Modelle folgt den aktuellen Verkaufszahlen im deutschen Onlinehandel – das sind die Laufwerke, die gerade gekauft werden. Die Reihenfolge ist unsere eigene und folgt ausschließlich den oben genannten Kriterien. Alle technischen Angaben stammen aus den Hersteller-Datenblättern; Verbrauchswerte, wo vorhanden, aus Messungen seriöser Testlabore (Quelle jeweils auf der Produktseite). Preise vom Tag der Abfrage – sie ändern sich täglich.

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