Die Top 10 SATA-SSDs (2,5 Zoll) – unsere Rangfolge, nach Datenblatt sortiert
Zehn 2,5-Zoll-SATA-SSDs, von uns sortiert – nach Preis pro Terabyte, Ausdauer, DRAM und Garantie. Der Sieger ist zugleich das günstigste Laufwerk der Liste. Samsungs QLC-SSD kostet 62 Euro mehr als die bessere TLC-Schwester desselben Herstellers. Eine SSD hier wechselte bei gleicher Artikelnummer heimlich den Speicher. Und die unangenehmste Erkenntnis: SATA hat seinen Preisvorteil verloren – die günstigste NVMe-SSD kostet inzwischen weniger pro Terabyte als die günstigste SATA-SSD, bei dreizehnfachem Tempo.
Zehn 2,5-Zoll-SATA-SSDs, sortiert nach dem, was in den Datenblättern steht – nicht nach dem, was sich am besten verkauft. Preis pro Terabyte, Ausdauer, Speichertyp, DRAM, Garantie. Wie bei unserer NVMe-Liste.
Das Ergebnis ist noch unbequemer als dort. Unser Sieger ist zugleich das günstigste Laufwerk der ganzen Liste – und zwar mit Abstand, nicht knapp. Samsungs QLC-SSD kostet 62 Euro mehr als die technisch bessere TLC-Schwester desselben Herstellers. Eine SSD hier hat bei gleicher Artikelnummer heimlich den Speicher gewechselt. Und dann ist da noch die Frage, die man sich 2026 vor jedem SATA-Kauf stellen sollte – wir kommen gleich dazu, und die Antwort ist unangenehm.
Die wichtigste Frage zuerst: Lohnt SATA überhaupt noch?
Jahrelang war die Sache klar: NVMe ist schnell, SATA ist billig. Wer Platz brauchte und aufs Geld schaute, nahm SATA. Dieses Argument ist tot. Rechne selbst:
| Günstigste SATA-SSD hier | Günstigste NVMe-SSD (Schwesterliste) | |
|---|---|---|
| Laufwerk | SanDisk Ultra 3D 1 TB | Lexar EQ790 2 TB |
| Preis | 119,90 € | 229,99 € |
| Preis pro Terabyte | 120 € | 115 € |
| Lesegeschwindigkeit | 560 MB/s | 7.000 MB/s |
Die NVMe-SSD ist pro Terabyte günstiger – und dabei rund dreizehnmal so schnell. Es gibt 2026 keinen Preisgrund mehr für SATA. Es gibt nur noch Steckplatzgründe:
- Dein Rechner oder Notebook hat keinen M.2-Steckplatz – bei allem vor etwa 2016 die Regel.
- Der M.2-Steckplatz ist schon belegt und du willst zusätzlichen Speicher.
- Du befüllst einen NAS- oder Server-Schacht, der 2,5-Zoll-Laufwerke erwartet.
- Du willst eine alte Festplatte in einem Laptop ersetzen – der häufigste Fall überhaupt, und ein völlig richtiger.
Wenn einer dieser Punkte auf dich zutrifft: Lies weiter, die Liste ist für dich. Wenn keiner zutrifft und dein Mainboard einen freien M.2-Steckplatz hat, dann kauf keine SATA-SSD. Du zahlst dann mehr für weniger.
Wie wir sortiert haben
Dieselben vier Kriterien wie bei den NVMe-SSDs, in dieser Gewichtung:
- Preis pro Terabyte. Die Zahl, die auf keiner Verpackung steht – und die bei SATA besonders tückisch ist, weil viele Laufwerke nur 480 GB groß sind und deshalb billig aussehen.
- Ausdauer und Speichertyp. Wie viele Terabyte darf man schreiben (TBW)? TLC oder QLC? Bei SATA klafft hier ein Abgrund: von 160 TB bis 876 TB.
- DRAM-Cache und Garantie. Bei SATA ist DRAM seltener geworden – und die Garantiezeit schwankt zwischen zwei und fünf Jahren.
- Tempo – aber ehrlich. SATA III ist bei rund 560 MB/s am Anschlag. Alle guten Laufwerke hier liegen zwischen 540 und 560. Dieses Kriterium entscheidet praktisch nichts, außer bei den Ausreißern nach unten.
Die Top 10 auf einen Blick
| # | SSD | Lesen | Schreiben | Speicher | DRAM | Ausdauer | Garantie | Preis | €/TB |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | SanDisk Ultra 3D 1 TB | 560 | 530 | TLC | ja | 400 TB | 5 J. | 119,90 € | 120 € |
| 2 | Samsung 870 EVO 1 TB | 560 | 530 | TLC | ja | 600 TB | 5 J. | 227,59 € | 228 € |
| 3 | WD Blue SA510 1 TB | 560 | 520 | TLC | nein | 400 TB | 5 J. | 168,99 € | 169 € |
| 4 | Transcend SSD230S 1 TB | 560 | 500 | TLC | ja | 560 TB | 5 J. | 244,13 € | 244 € |
| 5 | Kingston DC600ME 480 GB | 560 | 470 | TLC | ja | 876 TB | 5 J. | 409,00 € | 852 € |
| 6 | Verbatim Vi550 S3 1 TB | 520 | 500 | TLC | nein | k. A. | 2 J. | 123,85 € | 124 € |
| 7 | SanDisk SSD Plus 1 TB | 545 | 515 | k. A. | nein | k. A. | 3 J. | 119,90 € | 120 € |
| 8 | Crucial BX500 1 TB | 540 | 500 | TLC oder QLC | nein | 360 TB | 3 J. | 153,95 € | 154 € |
| 9 | Samsung 870 QVO 1 TB | 560 | 530 / 80 | QLC | ja | 360 TB | 3 J. | 289,99 € | 290 € |
| 10 | Kingston A400 480 GB | 500 | 450 | TLC | nein | 160 TB | 3 J. | 114,93 € | 239 € |
Lesen/Schreiben in MB/s, sequenziell, Herstellerangabe für die jeweilige Kapazität. Ausdauer = Total Bytes Written (TBW). „k. A.“ heißt: Der Hersteller veröffentlicht den Wert nicht – wir erfinden ihn nicht. Bei der 870 QVO steht hinter dem Schrägstrich die Schreibrate, sobald der Puffer voll ist. Preise vom Tag der Abfrage.
Vier Dinge, die man diesen SSDs nicht ansieht
1. Die günstigste SSD der Liste ist die beste
Das ist keine rhetorische Zuspitzung, das ist das Ergebnis. Die SanDisk Ultra 3D kostet 119,90 Euro – weniger als jedes andere 1-TB-Laufwerk hier – und bringt trotzdem alles mit, was ein gutes SATA-Laufwerk ausmacht:
| SanDisk Ultra 3D (Platz 1) | Samsung 870 EVO (Platz 2) | |
|---|---|---|
| Lesen / Schreiben | 560 / 530 MB/s | 560 / 530 MB/s |
| DRAM-Cache | 1 GB | 1 GB LPDDR4 |
| Speicher | 3D TLC | 3D TLC (V-NAND) |
| Garantie | 5 Jahre | 5 Jahre |
| Ausdauer | 400 TB | 600 TB |
| Preis | 119,90 € | 227,59 € |
Gleiches Tempo, gleicher Speichertyp, gleiche Garantie, beide mit DRAM. Der einzige echte Vorsprung der Samsung ist die Ausdauer: 600 statt 400 TB. Dafür kostet sie 107 Euro mehr – fast das Doppelte.
Wann lohnt der Aufpreis? Wenn du das Laufwerk zuschreibst: Videoschnitt, Datenbank, ein Server, der Tag und Nacht protokolliert. Dann sind 200 TB mehr Ausdauer echtes Geld wert. Für einen normalen Rechner oder ein Notebook, in dem die SSD ein paar Terabyte im Jahr sieht, sind auch 400 TB weit mehr, als das Gerät je erleben wird.
Der Haken an der Ultra 3D: SanDisk veröffentlicht für dieses Laufwerk keine IOPS-Werte, keinen Stromverbrauch und im aktuellen Datenblatt nicht einmal mehr die Schreibrate der 1-TB-Variante. Die Zahlen oben stammen teils aus Tests und Teardowns, nicht vom Hersteller – auf der Produktseite steht bei jedem Wert, woher er kommt. Samsung dokumentiert vorbildlich, SanDisk gar nicht. Das ist kein technischer Nachteil, aber es ist einer.
2. Samsungs schlechtere SSD kostet 62 Euro mehr als die bessere
Die 870 EVO und die 870 QVO sehen fast gleich aus, heißen fast gleich und kommen vom selben Hersteller. Die EVO ist eine TLC-SSD, die QVO eine QLC-SSD – vier Bit pro Zelle statt drei. QLC ist die billigere Technik. Der Preis sagt das Gegenteil:
| 870 EVO 1 TB (Platz 2) | 870 QVO 1 TB (Platz 9) | |
|---|---|---|
| Speicher | 3D TLC | 3D QLC |
| Schreiben (Puffer voll) | 530 MB/s | 80 MB/s |
| Ausdauer | 600 TB | 360 TB |
| Garantie | 5 Jahre | 3 Jahre |
| Preis | 227,59 € | 289,99 € |
Die QVO ist in jeder einzelnen Disziplin schlechter – und kostet 62 Euro mehr. Das ist keine Preispolitik, das ist der Markt: Die QVO ist gerade knapp, die EVO nicht. Wer nur auf den Namen schaut, greift hier zum teureren und schwächeren Laufwerk.
Der wichtigste Wert in dieser Tabelle sind die 80 MB/s. Solange der SLC-Puffer der QVO frei ist, schreibt sie mit vollen 530 MB/s. Ist er voll – und das passiert beim Kopieren größerer Datenmengen – fällt sie auf 80 MB/s. Das ist langsamer als eine 5.400er-Festplatte. Diese Zahl steht in Samsungs eigenem Datenblatt; man muss nur hineinsehen.
3. Die Crucial BX500 hat heimlich den Speicher gewechselt
Die Crucial BX500 1 TB gibt es seit 2018. Damals steckte 3D-TLC-Speicher drin. Seit der Revision von 2022 steckt in vielen Exemplaren QLC drin – bei identischer Artikelnummer, identischer Verpackung, identischen Datenblattwerten und identischem TBW.
Man sieht es dem Karton nicht an. Man sieht es der Produktseite nicht an. Crucial veröffentlicht für dieses Laufwerk ohnehin weder IOPS noch den Controller noch einen MTBF-Wert. Es ist ein Kauf mit verbundenen Augen – und deshalb steht die BX500 bei uns trotz ordentlicher Eckdaten nur auf Platz 8, hinter zwei Laufwerken, die weniger kosten.
4. 480 GB sehen billig aus – und sind es nicht
Die Kingston A400 hat den niedrigsten Preis der ganzen Liste: 114,93 Euro. Sie ist trotzdem unser Schlusslicht. Der Grund steckt in der Kapazität: Es sind nur 480 GB.
| Preis pro TB | SSD | Unser Platz | Ausdauer |
|---|---|---|---|
| 120 € | SanDisk Ultra 3D 1 TB | 1 | 400 TB |
| 120 € | SanDisk SSD Plus 1 TB | 7 | k. A. |
| 124 € | Verbatim Vi550 S3 1 TB | 6 | k. A. |
| 154 € | Crucial BX500 1 TB | 8 | 360 TB |
| 169 € | WD Blue SA510 1 TB | 3 | 400 TB |
| 228 € | Samsung 870 EVO 1 TB | 2 | 600 TB |
| 239 € | Kingston A400 480 GB | 10 | 160 TB |
| 244 € | Transcend SSD230S 1 TB | 4 | 560 TB |
| 290 € | Samsung 870 QVO 1 TB | 9 | 360 TB |
| 852 € | Kingston DC600ME 480 GB | 5 | 876 TB |
Pro Terabyte kostet die A400 239 Euro – mehr als die Samsung 870 EVO, die doppelt so groß ist, einen DRAM-Cache hat, fünf Jahre Garantie gibt und mit 600 TB die vierfache Ausdauer bietet. Der niedrige Preis auf dem Schild ist eine optische Täuschung, die allein durch die kleine Kapazität entsteht.
Und 160 TB Ausdauer sind wirklich wenig. Kingston schreibt selbst ins Datenblatt, dass die A400 nicht für Serverumgebungen gedacht ist. Man sollte das ernst nehmen.
Power-Loss-Protection: der Grund, warum die teuerste SSD hier steht
Die Kingston DC600ME kostet 852 Euro pro Terabyte – das Siebenfache unseres Siegers. Sie steht trotzdem auf Platz 5, und zwar wegen einer Eigenschaft, die kein anderes Laufwerk dieser Liste hat: hardwareseitige Power-Loss-Protection.
Auf der Platine sitzen Kondensatoren. Fällt der Strom aus, halten sie das Laufwerk lange genug am Leben, um den flüchtigen Schreib-Cache noch ins NAND zu schreiben. Ohne diesen Schutz sind die Daten weg, die in diesem Moment im Cache lagen – und bei einem Dateisystem wie ZFS oder einer Datenbank kann das mehr kaputt machen als nur die eine Datei.
- Für einen Spiele-PC oder ein Notebook: völlig unnötig. Kauf die Ultra 3D und spar dir das Geld.
- Für einen Proxmox-Host, ein ZFS-Pool-SLOG, ein NAS im Dauerbetrieb: Genau dafür ist so ein Laufwerk gebaut. Dazu 876 TB Ausdauer – mehr als das Doppelte der besten Verbraucher-SSD hier – und AES-256-Verschlüsselung mit TCG OPAL 2.0.
Es ist kein teures Laufwerk. Es ist ein anderes Laufwerk. Wer den Unterschied nicht braucht, soll ihn nicht bezahlen.
Die zehn Modelle im Einzelnen
Platz 1 – SanDisk Ultra 3D 1 TB (119,90 €)
Unser Sieger – und das günstigste 1-TB-Laufwerk der Liste. 560/530 MB/s, echter 1-GB-DRAM-Cache (Marvell 88SS1074, BiCS3-TLC), 400 TB Ausdauer, fünf Jahre Garantie. Das ist die komplette Ausstattung einer guten SATA-SSD zum Preis einer Budget-SSD. Der einzige Vorbehalt: SanDisk veröffentlicht kaum Daten zu diesem Laufwerk – IOPS und Stromverbrauch fehlen komplett, die Werte stammen aus Tests. Trotzdem: Wenn du eine SATA-SSD brauchst und nicht lange überlegen willst, ist das die hier.
Platz 2 – Samsung 870 EVO 1 TB (227,59 €)
Das technisch beste Laufwerk der Liste – und das am besten dokumentierte. Samsung baut Controller (MKX), Speicher (V-NAND TLC) und DRAM (1 GB LPDDR4) selbst, gibt 600 TB Ausdauer und fünf Jahre Garantie, und schreibt jeden Wert bis hin zum Leerlaufverbrauch (0,03 W) ins Datenblatt. Nur den ersten Platz kostet sie der Preis: 228 €/TB gegen 120 beim Sieger. Wenn du das Laufwerk wirklich zuschreibst, sind die 200 TB Mehrausdauer den Aufpreis wert. Sonst nicht.
Platz 3 – WD Blue SA510 1 TB (168,99 €)
Der solide Mittelweg: 560/520 MB/s, 90.000/82.000 IOPS, 400 TB Ausdauer und – wichtig – fünf Jahre Garantie, was in dieser Preisklasse selten ist. Sie ist DRAM-los, was man im Alltag kaum merkt, aber unter Dauerlast schon. WD schweigt zu Controller und NAND; Teardowns zeigen einen SanDisk-Controller und BiCS5-TLC. Ein gutes Laufwerk ohne Fallstricke – nur 49 Euro teurer als der Sieger, der zusätzlich DRAM hat.
Platz 4 – Transcend SSD230S 1 TB (244,13 €)
Alugehäuse statt Plastik, echter DDR3-DRAM-Cache, 560 TB Ausdauer und fünf Jahre Garantie – auf dem Papier fast eine 870 EVO. Nur ist sie noch teurer als die. Achtung bei den Werbezahlen: Die überall zitierten 520 MB/s, 90.000 IOPS und 2.240 TBW sind die Werte der 4-TB-Variante. Für 1 TB gelten 500 MB/s, 75.000/77.000 IOPS und 560 TB – das haben wir gegen Transcends Original-PDF geprüft. Gutes Laufwerk, aber zu diesem Preis von der 870 EVO geschlagen.
Platz 5 – Kingston DC600ME 480 GB (409,00 €)
Die einzige SSD dieser Liste mit hardwareseitiger Power-Loss-Protection. 876 TB Ausdauer (1 DWPD über fünf Jahre), 94.000/41.000 IOPS im Steady State, AES-256 mit TCG OPAL 2.0, Phison-PS3112-S12DC-Controller. Kingston gibt hier auch Zahlen an, die Verbraucherhersteller verschweigen – etwa den Leerlaufverbrauch von 1,30 W, der für ein Enterprise-Laufwerk normal, für ein Notebook aber viel ist. Mit 852 €/TB die mit Abstand teuerste hier. Für Proxmox, ZFS und 24/7-Server richtig. Für alles andere falsch.
Platz 6 – Verbatim Vi550 S3 1 TB (123,85 €)
Günstig (124 €/TB), 520/500 MB/s, DRAM-los. Und dann hört es auf: Verbatim veröffentlicht keine IOPS, keinen TBW-Wert und keinen MTBF. Händler schreiben gern „360 TB“ ins Feld – belegt ist das nirgends. Dazu Multi-Sourcing: Controller und Speicher wechseln zwischen den Chargen. Und die Garantie beträgt nur zwei Jahre, die kürzeste dieser Liste. Für vier Euro mehr bekommst du bei der Ultra 3D DRAM, drei Jahre mehr Garantie und eine belegte Ausdauer.
Platz 7 – SanDisk SSD Plus 1 TB (119,90 €)
Kostet exakt so viel wie unser Sieger vom selben Hersteller – und bietet deutlich weniger. 545/515 MB/s, DRAM-los, drei Jahre Garantie. Vor allem aber: SanDisk veröffentlicht für dieses Laufwerk weder IOPS noch Controller noch einen TBW-Wert; in der offiziellen Ausdauer-Tabelle des Herstellers steht bei allen Kapazitäten ein Strich. Nicht einmal, ob der verbaute Speicher TLC oder QLC ist, wird gesagt. Es gibt keinen Grund, dieses Laufwerk der gleich teuren Ultra 3D vorzuziehen.
Platz 8 – Crucial BX500 1 TB (153,95 €)
540/500 MB/s, 360 TB Ausdauer, DRAM-los, drei Jahre Garantie – solide Eckdaten. Das Problem ist die Ungewissheit: Crucial hat den Speicher bei gleicher Artikelnummer von 3D TLC (2018) auf QLC (2022) gewechselt, ohne das kenntlich zu machen. Welche Revision im Karton liegt, weißt du erst nach dem Öffnen. IOPS, Controller und MTBF veröffentlicht Crucial nicht. Teurer als die Verbatim, undurchsichtiger als die SanDisk – deshalb nur Platz 8.
Platz 9 – Samsung 870 QVO 1 TB (289,99 €)
Eine gute SSD auf dem Papier – 560/530 MB/s, 1 GB DRAM, Samsung-Qualität – mit zwei Haken, die alles kippen. Erstens: QLC. Ist der TurboWrite-Puffer voll, fällt die Schreibrate auf 80 MB/s, langsamer als eine Festplatte. Steht so in Samsungs Datenblatt. Zweitens: Sie kostet 62 Euro mehr als die 870 EVO, die in jeder Disziplin besser ist. Als reiner Lesespeicher (Spielebibliothek, Medienarchiv) in Ordnung – aber dann bitte nicht zu diesem Preis.
Platz 10 – Kingston A400 480 GB (114,93 €)
Der Klassiker, der Millionen alter Laptops von der Festplatte befreit hat – und heute seine besten Jahre hinter sich hat. 500/450 MB/s (die langsamsten Werte hier), 160 TB Ausdauer (der mit Abstand niedrigste Wert), DRAM-los, keine IOPS-Angabe, wechselnde Controller je Charge. Und pro Terabyte mit 239 Euro teurer als die doppelt so gute 870 EVO. Wenn 480 GB wirklich reichen und der Rechner alt ist: geht klar. Sonst gibt es für fünf Euro mehr die Ultra 3D mit doppelter Kapazität.
Was wir nicht herausfinden konnten
Wie schon bei den NVMe-SSDs gilt: Je günstiger das Laufwerk, desto weniger veröffentlicht der Hersteller. Bei SATA ist es noch schlimmer.
- SanDisk SSD Plus: keine IOPS, kein Controller, kein TBW-Wert – in SanDisks eigener Ausdauer-Tabelle steht bei allen Kapazitäten ein Strich. Nicht einmal TLC oder QLC wird gesagt.
- Verbatim Vi550 S3: keine IOPS, kein TBW, kein MTBF.
- Crucial BX500 und Kingston A400: keine IOPS-Werte.
- WD, SanDisk, Crucial, Transcend: nennen den verbauten Controller nicht. Alle Controller-Angaben auf unseren Produktseiten stammen aus Teardowns und sind entsprechend gekennzeichnet.
Wir hätten diese Lücken mit plausiblen Zahlen füllen können. Haben wir nicht. Wo wir nichts belegen können, steht „nicht erhoben“.
Fazit: Welche SATA-SSD für wen?
| Wenn du… | …dann | warum |
|---|---|---|
| einfach eine gute SATA-SSD brauchst | SanDisk Ultra 3D 1 TB | Unser Platz 1. DRAM, TLC, 5 Jahre Garantie – und trotzdem das günstigste 1-TB-Laufwerk der Liste. |
| die SSD wirklich zuschreibst (Videoschnitt, Datenbank) | Samsung 870 EVO 1 TB | 600 TB Ausdauer statt 400, lückenlos dokumentiert. Kostet fast das Doppelte – hier lohnt es. |
| einen Proxmox-Host, ZFS oder ein 24/7-NAS befüllst | Kingston DC600ME 480 GB | Die einzige mit Power-Loss-Protection. 876 TB Ausdauer. Teuer, aber ein anderes Werkzeug. |
| einen alten Laptop von der Festplatte befreist | SanDisk Ultra 3D 1 TB | Auch hier. Für fünf Euro mehr als die A400 bekommst du die doppelte Kapazität und die zweieinhalbfache Ausdauer. |
| einen freien M.2-Steckplatz hast | gar keine SATA-SSD | NVMe ist inzwischen pro Terabyte günstiger und dreizehnmal schneller. Siehe unsere Top 10 NVMe-SSDs. |
Häufige Fragen
Die Auswahl umfasst die zehn besten derzeit im Handel lieferbaren 2,5-Zoll-SATA-SSDs. Crucial MX500, Kingston KC600 und SK hynix Gold S31 wären gesetzt gewesen, sind aber nicht mehr zu bekommen – der 2,5-Zoll-Markt ist stark ausgedünnt. Die Reihenfolge ist unsere eigene und folgt den oben genannten Kriterien. Technische Angaben aus den Hersteller-Datenblättern; wo der Hersteller schweigt, aus Tests und Teardowns – die Quelle steht jeweils auf der Produktseite. Preise vom Tag der Abfrage.
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