NVMe Desktop NAS Minisforum S5 NVMe NAS Frontansicht

Minisforum · AI NAS

Minisforum S5 NVMe NAS (AI NAS S5-304)

Minisforum S5 im Test: NVMe-NAS mit Intel Core 3 304 (1 P- + 4 E-Kerne), 12 GB LPDDR5, fünf M.2-Slots und 10GbE. Alle Messwerte live erhoben auf HW64.de

  • CPU Intel Core 3 304 (5 Kerne / 5 Threads, 0,…
  • Kerne 5 / 5 (1 P-Kern + 4 E-Kerne, kein Hyper-T…
  • RAM 12 GB LPDDR5-9600 (4x 3 GB Samsung, Quad-…
  • Laufwerke 5x M.2 NVMe (Status-LEDs DISK 1–5 am Gehä…
  • M.2 NVMe 5x M.2, jeder nur mit PCIe 4.0 x1 angebun…
  • Ethernet 2x RJ45 am Gehäuse; System erkennt einen …
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Messwerte

hardware64.de · selbst gemessen
Sysbench CPU (1 Kern)3.207,34 Events/s
Sysbench CPU (alle Kerne)23.788,7 Events/s
Sysbench Memory9.884,26 MB/s
7-Zip Gesamtbewertung18.216 Punkte
AES-256-GCM Durchsatz6.912 MB/s
NVMe Lesen (seq.)1.501 MB/s
NVMe Schreiben (seq.)740 MB/s
NVMe Random Read (4K)4.629 IOPS
NVMe Random Write (4K)4.260 IOPS
Maximale Kapazität40 TB
CPU-Package-Leistung (Ruhezustand)2,4 Watt
CPU-Package-Leistung (Volllast)11,7 Watt
Leistungsaufnahme (Ruhezustand)7,5 Watt
Leistungsaufnahme (Volllast)18,6 Watt

Produktdetails

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Prozessor & Grafik 8 Werte
CPUIntel Core 3 304 (5 Kerne / 5 Threads, 0,4 – 3,7 GHz)
CPU-ArchitekturWildcat Lake, hybrid
CPU-Kerne / Threads5 / 5 (1 P-Kern + 4 E-Kerne, kein Hyper-Threading)
CPU-Boost3,7 GHz (P-Kern), 3,3 GHz (E-Kerne)
CPU-Basistakt0,4 GHz (Leerlauf)
CPU-BefehlssätzeAES-NI, SHA-NI, AVX2
VirtualisierungIntel VT-x, VT-d
NPUJa, 15 TOPS (Herstellerangabe)
Speicher & Laufwerke 6 Werte
Laufwerke5x M.2 NVMe (Status-LEDs DISK 1–5 am Gehäuse)
M.2 Steckplatz / NVMe5x M.2, jeder nur mit PCIe 4.0 x1 angebunden
RAM12 GB LPDDR5-9600 (4x 3 GB Samsung, Quad-Channel), läuft mit 7.467 MT/s
RAM-SlotsKeine – fest verlötet
RAM-Max12 GB (nicht erweiterbar)
Systemspeicher128 GB UFS (YMTC) – ab TrueNAS 27 nutzbar, nimmt das Betriebssystem auf
Anschlüsse & Netzwerk 4 Werte
Ethernet2x RJ45 am Gehäuse; System erkennt einen Controller
LAN-Speeds10G / 5G / 2,5G / 1G / 100M / 10M
USB2x USB-A, 2x USB4 (Type-C)
HDMI1x HDMI
Kühlung, Gehäuse & System 10 Werte
BetriebssystemTrueNAS 27.0 (Debian 13, getestet); mit TrueNAS 25.10 fehlen Treiber für 10GbE und UFS
Drittanbieter-OSNur mit Kernel, der RTL8127 und Intel-UFS kennt – sonst bleiben 10GbE und Systemspeicher tot
Docker-SupportJa (über TrueNAS Apps)
Virtuelle MaschinenJa (KVM über TrueNAS)
Leistungsaufnahme7,5 Watt an der Steckdose im Leerlauf (mit zwei NVMe-SSDs)\n18,6 Watt an der Steckdose unter CPU-Volllast\n2,4 – 13,4 Watt CPU-Package (Leerlauf bis Volllast)
Marktstart2026
HerstellerMinisforum
SerieAI NAS
ModellS5-304 (AI NAS S5)
GerätetypNVMe Desktop NAS
Weitere Details 18 Werte
CPU-Cache (L3)6 MB
RAM-Betrieb ab WerkQuad-Channel
NVMe Speed pro Slotca. 1,5 GB/s gemessen (PCIe 4.0 x1 begrenzt auf rund 1,9 GB/s)
Testkonfiguration2x Samsung 990 PRO 1 TB im ZFS-Mirror, System auf dem internen 128-GB-UFS
DateisystemZFS (TrueNAS), im Test Mirror mit LZ4, recordsize 128K
LAN-ControllerRealtek RTL8127 (10 GbE) – ab Kernel von TrueNAS 27 unterstützt
WLANIntel Wi-Fi onboard (CNVi, PCI 00:14.3)
BluetoothJa (Intel, PCI 00:14.7)
Audio3,5-mm-Klinke
DiebstahlsicherungKensington-Lock-Slot
NetzteilanschlussDC-IN 19 V
BIOSVersion 1.01
BIOS-Datum23.07.2026
MainboardWCNSB
Idle CPU-Temperaturca. 27 – 41 Grad C
CPU-Temperatur unter Volllast54 – 57 Grad C (kein Throttling)
NVMe-Temperatur49 – 50 Grad C nach Dauerlast
Linux-Kernel im TestTrueNAS 27.0.0 (Debian 13); Vorversion 25.10 mit Kernel 6.12 ohne Treiber

Vorteile

  • 10-Gigabit-Netzwerk ab TrueNAS 27 voll nutzbar (Realtek RTL8127)
  • Interner 128-GB-Speicher (YMTC, 1,6 GB/s) nimmt das System auf – beide NVMe-Slots bleiben für Daten frei
  • Nur 7,5 Watt an der Steckdose im Leerlauf – rund 40 Prozent weniger als vergleichbar schnelle NAS
  • Fünf M.2-Steckplätze für ein reines NVMe-NAS ohne bewegliche Teile
  • Sehr starke Verschlüsselung: 6.912 MB/s AES-256-GCM auf einem Kern
  • Höchster Speicherdurchsatz seiner Klasse: 9.884 MB/s dank vier LPDDR5-Kanälen
  • 23.789 Events/s über alle Kerne – mehr als manches Acht-Kern-NAS
  • 54 bis 57 Grad unter Dauerlast, kein Throttling
  • Zwei USB4-Anschlüsse ab Werk

Nachteile

  • Alle M.2-Steckplätze nur mit PCIe 4.0 x1 angebunden – eine 990 PRO läuft auf rund einem Fünftel ihrer Leistung (Hardware, nicht per Update behebbar)
  • 12 GB LPDDR5 fest verlötet, nicht aufrüstbar – für ZFS knapp
  • Mit TrueNAS 25.10 und älteren Kerneln bleiben 10GbE und interner Speicher ohne Treiber
  • Zweite LAN-Buchse am Gehäuse wird vom System nicht erkannt
  • Nur fünf Kerne ohne Hyper-Threading
  • In Deutschland bislang nicht im Handel gelistet

Über das Minisforum S5 NVMe NAS (AI NAS S5-304)

Das Minisforum S5 (Herstellerbezeichnung AI NAS S5-304) ist ein kompaktes NVMe-NAS ohne klassische Festplatteneinschübe: Gespeichert wird ausschließlich auf M.2-SSDs. Wir haben es mit zwei Samsung 990 PRO 1 TB im ZFS-Mirror vermessen – zunächst unter TrueNAS 25.10, anschließend noch einmal unter TrueNAS 27.0. Dieser Versionssprung verändert das Urteil erheblich.

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Erst mit TrueNAS 27 ist die Hardware vollständig nutzbar

Unter TrueNAS 25.10 (Linux 6.12) blieben zwei verbaute Komponenten tot: Die 10-Gigabit-Netzwerkkarte bekam keinen Treiber, und der interne 128-GB-Speicher tauchte nicht als Laufwerk auf. Das Gerät lief deshalb über einen USB-Netzwerkadapter mit 1 Gbit/s, und für das Betriebssystem musste eine der beiden teuren NVMe-SSDs herhalten.

Mit TrueNAS 27.0 auf Debian-13-Basis ist beides erledigt:

  • Die 10-Gigabit-Karte läuft. Der Realtek RTL8127 wird vom r8169-Treiber erkannt, das Interface meldet den vollen Umfang: 10G, 5G, 2,5G, 1G und darunter.
  • Der interne Speicher ist da. Hinter dem UFS-Controller steckt eine 128-GB-SSD von YMTC, die nun als reguläres Laufwerk erscheint und 1,6 GB/s liefert. Das System gehört dorthin – und beide NVMe-Steckplätze bleiben für Daten frei.

Wer das S5 kauft, sollte also nicht auf der mitgelieferten oder einer älteren TrueNAS-Version bleiben. Dasselbe gilt für andere Distributionen: Entscheidend ist ein Kernel, der RTL8127 und den Intel-UFS-Controller kennt.

Eine CPU mit fünf Kernen – und einer Überraschung

Im S5 arbeitet ein Intel Core 3 304 aus der neuen Wildcat-Lake-Generation. Die ungewöhnliche Kernzahl erklärt der hybride Aufbau: ein P-Kern mit bis zu 3,7 GHz und vier E-Kerne mit bis zu 3,3 GHz, ohne Hyper-Threading, dazu 6 MB L3-Cache.

Bei den Messungen zeigte sich dasselbe Verhalten wie beim Minisforum MS-03: In Sysbench ist ein E-Kern deutlich schneller als der P-Kern – 5.138 gegenüber 3.207 Events/s, also rund 60 Prozent mehr. Bei 7-Zip, das stärker von Cache und Speicherlatenz abhängt, dreht sich das Bild: Dort liegt der P-Kern mit 5.105 zu 4.003 MIPS vorn. Wir führen nach unserer Methodik den P-Kern-Wert, damit die Zahlen zu den übrigen Geräten passen.

Über alle fünf Kerne erreicht der S5 23.789 Events/s – mehr als das TerraMaster F4-425 Pro mit seinem achtkernigen N350 (20.395). Richtig stark ist die Verschlüsselung: 6.912 MB/s bei AES-256-GCM auf einem Kern, fast doppelt so viel wie beim GMKtec G11. Beim Arbeitsspeicher helfen die vier LPDDR5-Kanäle: 9.884 MB/s sind der höchste Wert, den wir bisher in dieser Geräteklasse gemessen haben.

Sparsam und kühl

Am Messgerät zieht das komplette NAS mit zwei bestückten NVMe-SSDs im Leerlauf 7,5 Watt. Das ist ein guter Wert, aber kein Rekord: Einfache Zwei-Bay-Geräte wie die Synology DS225+ kommen mit 6,1 Watt aus. Der faire Vergleich sind Geräte ähnlicher Rechenklasse, und da liegt das S5 deutlich vorn – das UGREEN DXP4800 GT braucht 13 Watt, das DXP2800 GT 12 Watt. Zu bedenken ist dabei: Im S5 stecken zwei SSDs, in den Vergleichsgeräten drehen sich Festplatten, die im Leerlauf mehr ziehen.

Unter Volllast auf allen fünf Kernen steigt der Verbrauch auf 18,6 Watt an der Steckdose. Woher die Sparsamkeit kommt, zeigt der Blick auf die CPU allein: Sie meldet im Leerlauf nur 2,4 Watt und unter Last zwischen 10 und 13,4 Watt. Bemerkenswert ist, wie konstant der Abstand zwischen Chip und Steckdose bleibt – rund fünf Watt in beiden Zuständen, die auf SSDs, Board und Netzteil entfallen. Die restlichen gut fünf Watt im Leerlauf entfallen auf SSDs, Board und Netzteilverluste. Die Temperatur bleibt unter Dauerlast bei 54 bis 57 Grad, der Takt zwischen 3,0 und 3,2 GHz – kein Throttling. Für ein Gerät, das rund um die Uhr läuft, ist das eine sehr gute Grundlage.

Der Arbeitsspeicher ist verlötet

Die 12 GB LPDDR5-9600 sitzen als vier 3-GB-Chips fest auf der Platine und laufen mit 7.467 MT/s. Ein Aufrüsten ist nicht möglich, das Maximum meldet schon das BIOS mit 12 GB. Für ZFS, das gern Arbeitsspeicher als Lese-Cache nutzt, ist das die engste Stelle der Plattform.

Fünf M.2-Slots – aber nur eine PCIe-Lane pro Steckplatz

Am Gehäuse sitzen Status-LEDs für fünf Laufwerke. Die Anbindung bleibt der wunde Punkt, auch mit neuer Software: Beide belegten Steckplätze melden PCIe 4.0 mit nur einer Lane (16 GT/s, Width x1) – und zwar nicht als ausgehandelte Verbindung, sondern bereits als maximale Kapazität der PCIe-Brücke. Das ist Hardware und lässt sich nicht per Update beheben.

Was das bedeutet, zeigt die Messung: Eine Samsung 990 PRO ist für 7.450 MB/s ausgelegt. Im S5 kamen roh lesend 1,5 GB/s heraus – rund ein Fünftel. Über den ZFS-Mirror blieben 1.501 MB/s lesend und 740 MB/s schreibend. Das ist für ein NAS immer noch flott, zumal es über 10 Gigabit genau passt. Aber wer hier Hochleistungs-SSDs einbaut, zahlt für Leistung, die der Steckplatz nicht durchlässt: Günstigere PCIe-3.0-Modelle liefern am x1-Slot praktisch dasselbe Ergebnis.

Beim parallelen Lesen zahlt sich der Mirror aus – 18.200 IOPS bei 4K und tiefer Warteschlange gegenüber 13.800 mit einer einzelnen SSD.

Was weiterhin offen bleibt

Am Gehäuse sitzen zwei LAN-Buchsen, das System erkennt aber auch unter TrueNAS 27 nur einen Ethernet-Controller. Ob die zweite Buchse im BIOS deaktiviert ist oder an einem nicht erkannten Chip hängt, ließ sich von außen nicht klären.

Für wen ist das S5 etwas?

Mit aktueller Software ergibt das Konzept Sinn: lautlos, kompakt, fünf SSD-Steckplätze, System auf eigenem internen Speicher, 10-Gigabit-Anbindung und eine CPU, die bei nur 2,4 Watt Leerlaufleistung ordentlich rechnet und sehr schnell verschlüsselt. Für ein leises NAS mit Containern und schnellem Netz ist das eine stimmige Kombination.

Zwei Dinge bleiben: Die x1-Anbindung macht teure SSDs sinnlos – plane lieber mit günstigeren Modellen und mehr Steckplätzen. Und die 12 GB verlöteter Speicher setzen bei ZFS und vielen gleichzeitigen Zugriffen eine harte Grenze. Alternativen zeigen wir im Ratgeber zu Homelab-Hardware.