Welche günstige NVMe für den Raspberry Pi? Warum die billige PCIe-4.0-SSD die richtige Wahl ist

Du willst in deinem Raspberry Pi (oder im Pironman-Gehäuse) einfach nur den M.2-Slot mit einer NVMe belegen und suchst das beste Preis-Leistungs-Verhältnis? Kurze Antwort: Nimm die günstigste vernünftige PCIe-4.0-SSD. Warum ausgerechnet Gen4 die clevere Sparlösung ist – und worauf es wirklich ankommt.

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Welche günstige NVMe für den Raspberry Pi? Warum die billige PCIe-4.0-SSD die richtige Wahl ist

Kurz gesagt

Für einen Raspberry Pi brauchst du keine teure High-End-SSD – aber ausgerechnet die alten PCIe-3.0-Modelle sind heute kaum noch günstiger als aktuelle Budget-Gen4-Drives. Greif also einfach zur billigsten vernünftigen PCIe-4.0-NVMe. Sie kostet gleich viel (oft weniger), ist im PC später schneller – und am Pi selbst ist die Generation sowieso egal.

Warum PCIe 4.0 und nicht Gen3?

Man würde meinen, eine ältere Gen3-SSD sei billiger. Ist sie in der Praxis aber nicht. Die Gen3-Controller sind mittlerweile Auslaufmodelle mit kleinen Stückzahlen, während die Hersteller ihre gesamte Budget-Produktion auf PCIe 4.0 umgestellt haben. Das Ergebnis: Eine günstige PCIe-4.0-NVMe wie die Crucial P3 Plus liegt preislich auf demselben Niveau (oder darunter) wie eine vergleichbare Gen3 – bei mehr Tempo, falls du das Laufwerk später doch mal im PC weiterverwendest.

Der Pi bremst sowieso – die Generation ist praktisch egal

Das ist der entscheidende Punkt: Der Raspberry Pi 5 bindet die NVMe nur mit einer einzigen PCIe-Lane an. Standardmäßig läuft die sogar als PCIe 2.0 x1 – also rund 450 MB/s. Erzwingst du Gen3, sind es etwa 840 MB/s. Mehr geht nicht, völlig egal ob du eine 3.000-MB/s-Gen3- oder eine 5.000-MB/s-Gen4-SSD einbaust. Beide werden auf dasselbe Limit gedeckelt. Für Geld ausgeben, das der Pi nie in Geschwindigkeit umsetzt? Macht keinen Sinn.

Worauf es wirklich ankommt

  • Preis pro GB: das einzige Kriterium, das am Pi wirklich zählt. Nimm die günstigste.
  • Controller / Kompatibilität: wichtiger als die Generation! Laufwerke mit Maxio-, WD/SanDisk- oder Samsung-Controller booten am Pi 5 sauber. Bei einzelnen Phison-DRAM-less-Modellen gab es vereinzelt Zicken – im Zweifel ein bewährtes Modell wählen.
  • DRAM ist egal: Am schmalen x1-Interface bringt DRAM-Cache nichts. DRAM-less mit HMB ist hier genau richtig – und billiger.
  • TLC vs. QLC: Für ein reines Boot-/OS-Laufwerk ist QLC völlig okay. Wer viel schreibt, nimmt TLC.
  • Kapazität: 256 GB–1 TB reichen für die meisten Pi-Projekte dicke.

Bonus: Gen3 am Pi 5 aktivieren

Ab Werk fährt der Pi 5 die NVMe konservativ als Gen2. Willst du die vollen ~840 MB/s, trägst du in die /boot/firmware/config.txt einfach folgende Zeile ein und startest neu:

dtparam=pciex1_gen=3

Das ist offiziell zwar „nicht garantiert", läuft aber mit den allermeisten SSDs stabil.

Unsere Empfehlung

Rechts findest du drei günstige PCIe-4.0-NVMe, die sich fürs Slot-Füllen bestens eignen. Wenn du gleich zwei Slots haben willst – etwa für ein kleines RAID oder NAS – schau dir das Pironman 5 Pro Max oder das kompaktere Pironman 5 MAX an. Und die passende Basis dazu ist natürlich der Raspberry Pi 5.

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