TerraMaster · F4-425
TerraMaster F4-425 Pro im Test: 4-Bay-NAS mit Intel Core 3 N350 (8 Kerne), 16 GB DDR5, zwei 5-Gigabit-Ports und drei M.2-Slots. Alle Messwerte live erhoben auf HW64.de
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| CPU | Intel Core 3 N350 (8 Kerne / 8 Threads, 0,7 – 3,9 GHz) |
|---|---|
| CPU-Architektur | Twin Lake (Alder Lake-N Nachfolger) |
| CPU-Kerne / Threads | 8 / 8 |
| CPU-Boost | 3,9 GHz (gemessen 2,6 GHz über alle Kerne unter Dauerlast) |
| CPU-Basistakt | 0,7 GHz |
| CPU-Cache (L2 / L3) | 4 MB / 6 MB |
| CPU-TDP | 7 W |
| CPU-Befehlssätze | AES-NI, AVX2, SHA-NI, SSE4.2, F16C, RDRAND |
| Virtualisierung | Intel VT-x, VT-d (EPT, VPID) |
| GPU | Intel UHD Graphics (integriert) |
| Laufwerke | 4x 3,5"/2,5" SATA (Hot-Swap-Einschübe) |
|---|---|
| M.2 Steckplatz / NVMe | 3x M.2 2280 (im Testgerät unbestückt) |
| RAID | RAID 0/1/5/6/10/JBOD/Single, TRAID |
| RAM | 16 GB DDR5 (1x SO-DIMM, zweiter Slot frei) |
| RAM-Typ | DDR5-5600, läuft mit 4800 MT/s (CPU-Limit), non-ECC |
| RAM-Slots | 2x SO-DIMM (1 belegt, 1 frei) |
| RAM-Max | 64 GB |
| SATA-Geschwindigkeit | 6 Gbit/s |
| Maximale Kapazität | 152 TB (4x 32 TB HDD + 3x 8 TB M.2 NVMe) |
| Ethernet | 2x 5 Gbit/s RJ45 |
|---|---|
| LAN-Speeds | 100M / 1G / 2,5G / 5G (pro Port) |
| USB | 4x USB 10 Gbit/s (1x Front, 3x Rückseite) |
| HDMI | 1x HDMI – nur Terminal-Ausgabe, KEINE Videoausgabe |
| Wake-on-LAN | Ja |
| Betriebssystem | TOS 7.0.1188 (Ubuntu 22.04 Basis, Linux 6.12.63) |
|---|---|
| Docker-Support | Ja (Docker Manager, Portainer) |
| Virtuelle Maschinen | Ja (VirtualBox über TOS) |
| Lüfter | 1x Gehäuselüfter (kein Tacho über Standard-Sensoren auslesbar) |
| Leistungsaufnahme | 4,25 Watt (Leerlauf, nur CPU-Package)\n12,91 Watt (Volllast, nur CPU-Package) |
| Abmessungen | 150 x 181 x 219 mm (H × B × T) |
| Marktstart | 2026 |
| Hersteller | TerraMaster |
| Serie | F4-425 |
| Modell | F4-425 Pro (N350-Variante) |
| Gerätetyp | 4-Bay Desktop NAS |
| Hardware-Krypto | AES-NI, SHA-NI |
|---|---|
| RAM-Betrieb ab Werk | Single-Channel |
| SATA-Controller | Intel PCH SATA + ASMedia ASM1062 |
| Dateisystem | btrfs auf LVM auf mdraid (TOS 7) |
| LAN-Controller | 2x Realtek RTL8126 (Treiber r8169) |
| Link Aggregation | Ja (laut Hersteller bis ca. 1010 MB/s über beide Ports) |
| BIOS | American Megatrends BJFX-TWLX-108 (UEFI) |
| BIOS-Datum | 02.02.2026 |
| Mainboard | M-TWLN01 |
| Idle CPU-Temperatur | ca. 52 Grad C |
| CPU-Temperatur unter Volllast | ca. 76 Grad C |
| Festplatten-Temperatur | 29 – 34 Grad C (im Test, 4x WD Red) |
| Testkonfiguration | 4x WD Red 4 TB (WD40EFPX, CMR, 5400 rpm) im RAID 5 |
| Nutzbare Kapazität im Test | 10,82 TiB (RAID 5 aus 4x 4 TB) |
| RAID-Aufbauzeit | ca. 6 Stunden für 4x 4 TB im RAID 5 (ca. 185 MB/s) |
| SSH-Zugang | Ja, mit vollen Root-Rechten |
| Gehäusefarbe | Silber oder Gunmetal Grey |
| Getestete Variante | F4-425 Pro mit Intel Core 3 N350 und 16 GB DDR5 – alle Messwerte auf dieser Seite stammen von dieser Ausführung |
| Hinweis zum Kauflink | Amazon führt derzeit nur die Ausführung mit Intel N305 und 8 GB DDR5 (628,99 €). Die getestete N350-Variante mit 16 GB gibt es aktuell nur im TerraMaster-Shop für rund 960 US-Dollar. |
Wichtiger Hinweis zur Modellvariante: Das F4-425 Pro wird in zwei Ausführungen verkauft – mit Intel Core 3 N350 und 16 GB DDR5 sowie mit Intel N305 und 8 GB DDR5. Getestet und gemessen haben wir die N350-Variante mit 16 GB. Bei Amazon ist derzeit nur die N305-Ausführung mit 8 GB gelistet, auf die auch der Kauflink und der angegebene Preis verweisen. Diese Version hat eine CPU der Vorgängergeneration und den halben Arbeitsspeicher – unsere Messwerte lassen sich also nicht eins zu eins auf das dort angebotene Gerät übertragen. Wer die getestete Konfiguration sucht, wird aktuell nur direkt bei TerraMaster fündig – dort kostet die N350-Ausführung rund 960 US-Dollar gegenüber etwa 714 US-Dollar für die N305-Version. Der Shop rechnet auch unter der deutschen Adresse in US-Dollar ab, Einfuhrabgaben kommen also gegebenenfalls noch dazu.
Das TerraMaster F4-425 Pro ist ein 4-Bay-NAS, das sich in zwei Punkten deutlich von der Konkurrenz absetzt: Es bringt einen Intel Core 3 N350 mit acht Kernen mit - und zwei 5-Gigabit-Ports statt der sonst üblichen 2,5 Gbit/s. Wir haben ein Testgerät mit vier WD Red 4 TB im RAID 5 unter TOS 7.0.1188 vermessen.
Der Core 3 N350 gehört zu Intels Twin-Lake-Generation und arbeitet mit 8 Kernen und 8 Threads bei 0,7 bis 3,9 GHz - bei nur 7 Watt TDP. In unseren Messungen erreichte er 3816 Events/s im Einzelkern und 20.395 Events/s über alle Kerne. Zum Vergleich: Der UGREEN DXP4800 GT mit AMD Ryzen Embedded R2514 kommt auf 1847 beziehungsweise 6658 Events/s. Das F4-425 Pro rechnet also im Einzelkern gut doppelt so schnell und über alle Kerne mehr als dreimal so schnell.
Unter Volllast hielt die CPU konstant 2,6 GHz bei 76 Grad und zog dabei 12,9 Watt Package-Leistung. Im Leerlauf sind es 4,25 Watt. Wichtig zur Einordnung: Das ist die reine Prozessorleistung über RAPL gemessen, nicht der Verbrauch an der Steckdose - die vier Festplatten kommen mit grob 4 bis 5 Watt je Laufwerk obendrauf.
Ab Werk sind 16 GB DDR5 verbaut, allerdings als ein einzelnes Modul. Von den zwei SO-DIMM-Steckplätzen bleibt einer frei, das NAS läuft also im Single-Channel-Betrieb. Der Speicher ist mit DDR5-5600 spezifiziert, wird vom N350 aber auf 4800 MT/s heruntergefahren. Gemessener Durchsatz: 7320 MB/s. Wer aufrüstet, kann auf bis zu 64 GB gehen - und mit einem zweiten Riegel zugleich Dual-Channel aktivieren.
Das Testsystem lief mit vier WD Red 4 TB (CMR, 5400 U/min) im RAID 5, darüber legt TOS 7 eine Schichtung aus LVM und btrfs. Nutzbar bleiben davon 10,82 TiB.
Sequenziell erreichte der Verbund 518 MB/s beim Lesen - das deckt sich fast exakt mit der Theorie, denn bei RAID 5 liefern drei der vier Platten Nutzdaten, und eine einzelne WD Red schaffte im Rohtest rund 190 bis 210 MB/s. Beim Schreiben bleiben 165 MB/s, was der bekannten Paritätsbremse von RAID 5 entspricht. Bei kleinen wahlfreien Zugriffen zeigt sich die Mechanik: 130 IOPS bei 4K und Warteschlangentiefe 1 sind typische Festplattenwerte. Mit tieferer Warteschlange steigt das auf 2638 IOPS.
Der Aufbau des RAID 5 dauerte übrigens rund sechs Stunden bei etwa 185 MB/s Synchronisationsgeschwindigkeit.
Statt der üblichen 2,5GbE verbaut TerraMaster zwei Realtek RTL8126 mit je 5 Gbit/s. Der Link handelte im Test sauber 5000 Mbit/s aus. TerraMaster verspricht bis zu 560 MB/s über einen Port und rund 1010 MB/s bei Link Aggregation über beide.
Bestätigen konnten wir das nicht - allerdings lag das an unserer Gegenstelle, die bei 2,5 Gbit/s deckelt. Gemessen haben wir 2,23 Gbit/s beim Empfangen. Auffällig war die Gegenrichtung: Beim Senden brach der Durchsatz auf 1,18 Gbit/s ein, begleitet von über 20.000 TCP-Retransmits. Die CPU war dabei zu keinem Zeitpunkt der Engpass, sie lag bei rund 5 Prozent Last.
Der Grund liegt vermutlich im Zusammenspiel von Treiber und Switch: Der Kernel spricht die RTL8126 über den generischen r8169-Treiber an, Flow Control ist deaktiviert und lässt sich auch nicht aktivieren, und die Ring-Puffer stehen fest auf 256 - ein Erhöhen quittiert der Treiber mit Operation not supported. Sendet das NAS mit 5 Gbit/s in einen Switch, dessen Zielport nur 2,5 Gbit/s abnimmt, fehlt damit jeder Mechanismus, um die Rate sauber zu bremsen. Wer das Gerät an eine 5G- oder 10G-Gegenstelle hängt, dürfte das Problem nicht sehen - für ein abschließendes Urteil fehlt uns die passende Hardware.
Neben den vier Laufwerksschächten bietet das F4-425 Pro drei M.2-2280-Steckplätze für NVMe-SSDs - die Hardware-Analyse bestätigt drei freie PCIe-Anbindungen. TerraMaster gibt die Maximalkapazität mit 152 TB an (vier 32-TB-Festplatten plus drei 8-TB-SSDs). In unserem Testgerät waren alle drei Slots unbestückt.
An Anschlüssen gibt es vier USB-Ports mit 10 Gbit/s (einer vorn, drei hinten) und einen HDMI-Ausgang. Der ist allerdings eine Besonderheit: Laut TerraMaster dient er ausschließlich der Terminal-Ausgabe, nicht für Video. Wer das NAS als Medienabspieler am Fernseher plante, sollte das wissen.
Ein Punkt verdient Aufmerksamkeit: Auf unserem Testgerät lagen Systempartition und Swap ungespiegelt allein auf der ersten Festplatte. Beide sind als RAID 1 mit zwei Mitgliedern angelegt, der zweite Platz stand jedoch auf removed, und die entsprechenden Partitionen der übrigen drei Platten waren keine RAID-Mitglieder. Fällt diese eine Platte aus, bleiben die Daten im RAID 5 zwar erhalten, das Betriebssystem müsste aber neu aufgesetzt werden. Möglicherweise zieht TOS das nach Abschluss der RAID-Synchronisation selbst nach - wir haben den Zustand während des laufenden Aufbaus erfasst.
Das F4-425 Pro ist ein NAS für alle, denen die üblichen Aufsteiger-Modelle zu schwach auf der Brust sind. Die acht Kerne haben genug Reserven für Docker-Container, Virtualisierung und mehrere parallele Aufgaben, und die zwei 5-Gigabit-Ports sind in dieser Preisklasse ein Alleinstellungsmerkmal - vorausgesetzt, das eigene Netzwerk kann mehr als Gigabit. Die drei M.2-Slots erlauben später einen schnellen SSD-Pool oder Cache.
Wer dagegen nur Dateien ablegen und gelegentlich ein Backup ziehen will, bekommt diese Leistung nicht auf die Straße und ist mit einem einfacheren Gerät besser bedient. Mehr zur Auswahl steht in unserem Ratgeber zu Homelab-Hardware und in der Übersicht passender NAS-Festplatten.
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